Zwischen Kopfsteinpflaster und internationaler Spitze: Team NEO Solutions überzeugt in Axel

22.05.2026

Renn-Recap

Vier Etappen, drei Renntage und ein hochkarätig besetztes internationales Fahrerfeld: Bei der 44. SPIE Internationale Junioren Driedaagse stellte sich das Team NEO Solutions einer der anspruchsvollsten Rundfahrten im europäischen Juniorenradsport.Mit Carlo Brendel, Oskar Doberschütz, Paul Kasparak, Niclas Look und Leo Mitterbauer ging das Team vom 22. bis 24. Mai in den Niederlanden und Belgien an den Start. Flache, schnelle Straßen, ein Einzelzeitfahren, zahlreiche Kopfsteinpflasterpassagen und das schwere Finale in den Flämischen Ardennen verlangten den fünf Fahrern unterschiedliche Qualitäten ab.

Bereits auf der ersten Etappe über 101,7 Kilometer zeigte Team NEO Solutions, dass es sich in einem international stark besetzten Feld behaupten kann. Bei einem Renntempo von durchschnittlich mehr als 46 km/h erreichte Oskar Doberschütz den zwölften Platz. Damit belegte er gleichzeitig Rang vier in der Nachwuchswertung des Tages.

Auch die Mannschaft präsentierte sich geschlossen: Niclas Look kam auf Rang 41 ins Ziel, Paul Kasparak auf Platz 101, Leo Mitterbauer auf Platz 106 und Carlo Brendel auf Platz 133. Alle fünf Fahrer beendeten die Etappe und hielten das Team damit vollständig im Rennen. In der Mannschaftswertung bedeutete das zum Auftakt Rang 13.

Zeitfahren als individuelle Standortbestimmung

Am Samstagvormittag wartete in Westdorpe ein 13,2 Kilometer langes Einzelzeitfahren. Carlo Brendel lieferte mit einer Zeit von 16:51 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 47 km/h die beste Leistung des Teams ab. Er belegte damit Rang 41.

Für Oskar Doberschütz, Niclas Look, Paul Kasparak und Leo Mitterbauer war die Etappe vor allem eine wichtige Standortbestimmung gegen einige der stärksten internationalen Nachwuchsfahrer. Nach dem Zeitfahren blieb das Team weiterhin mit allen fünf Athleten in der Rundfahrt vertreten.

Top Ten und starke Präsenz auf dem Kopfsteinpflaster

Nur wenige Stunden später folgte die dritte Etappe rund um Sluiskil. Auf den schnellen und hektischen 85,7 Kilometern mit mehreren Kopfsteinpflasterabschnitten setzte das Team seine stärksten sportlichen Akzente.

Oskar Doberschütz sprintete auf einen hervorragenden achten Platz und wurde Dritter der Nachwuchswertung. Carlo Brendel sammelte zudem fünf Punkte an einem der Kopfsteinpflaster-Sprints, während Doberschütz zwei weitere Punkte für das Team sicherte.

Auch Leo Mitterbauer hielt sich lange im Hauptfeld und beendete die Etappe auf Rang 50. Trotz schwieriger Rennsituationen und Zeitverlusten erreichten auch Carlo Brendel, Paul Kasparak und Niclas Look das Ziel. Damit standen vor der entscheidenden Schlussetappe weiterhin alle fünf NEO-Fahrer in der Gesamtwertung.

Selektives Finale in den Flämischen Ardennen

Die abschließende Etappe in Velzeke wurde zum erwarteten Härtetest. Über 105 Kilometer führten kurze, intensive Anstiege und Kopfsteinpflasterpassagen durch die Flämischen Ardennen. Von 133 gemeldeten Fahrern erreichten lediglich 77 das Ziel.

Oskar Doberschütz kam als 42. ins Ziel und sicherte damit seine Position in der Gesamtwertung. Carlo Brendel und Leo Mitterbauer kämpften sich ebenfalls durch das anspruchsvolle Finale und belegten die Plätze 64 und 67. Für Niclas Look und Paul Kasparak endete die Rundfahrt auf der letzten Etappe vorzeitig.

Ein Ergebnis, auf dem sich aufbauen lässt

In der abschließenden Gesamtwertung belegte Oskar Doberschütz Rang 45. Zusätzlich erreichte er Platz zwölf in der Nachwuchswertung und Rang 17 in der Punktewertung. Carlo Brendel schloss die Rundfahrt auf Platz 71 ab, Leo Mitterbauer folgte auf Rang 73.

Als Team beendete NEO Solutions die Rundfahrt auf dem 13. Platz der Mannschaftswertung. Besonders wertvoll waren dabei nicht nur der achte Platz auf der dritten Etappe und die weiteren vorderen Resultate, sondern auch die Erfahrungen im internationalen Feld.

Das Team konnte zeigen, dass es auf schnellen Etappen geschlossen auftreten, auf Kopfsteinpflaster aktiv Rennen gestalten und auch unter schwierigen Bedingungen Verantwortung übernehmen kann. Gleichzeitig wurde deutlich, an welchen Bereichen weiter gearbeitet werden muss – von der Positionierung und taktischen Abstimmung bis zur individuellen Leistungsfähigkeit über mehrere Renntage.

Die SPIE Internationale Junioren Driedaagse war damit weit mehr als nur ein Ergebnis. Sie war ein wichtiger Entwicklungsschritt für das gesamte Team und eine wertvolle Grundlage für die kommenden internationalen Aufgaben.

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